Programm

Tickets sind erhältlich für das gesamte Festival-Wochenende oder für die einzelnen Tage.

Freitag, 16.08.19 | 19.00 Uhr | Klostergarten

Cornelius Rauch Quintett (D)

Chaos am Hauptbahnhof von Neu Delhi, die Schönheit von Betonbauten, ein Café für Menschen mit ADHS und gedankliche Abgründe surrealer Schriftsteller – davon erzählen die Kompositionen des Rostocker Jazz-Quintetts Destienesia. Klassische Formen werden durchbrochen; Jazz Harmonik trifft auf indische Ragas, Spieltechniken der Neuen Musik auf verschiedene Facetten von Improvisation.

Die Musik von Destinesia bewegt sich zwischen satten Grooves und wilden Improvisationen.
Aus diesen Elementen formen die fünf Musiker eine Atmosphäre, die den Hörer sowohl im Wohnzimmer als auch auf großen Bühnen in den Bann zieht – ein Klangkosmos, dem man sich schwer entziehen kann.

Cornelius Rauch // Klavier
Maik Nürnberger // Kontrabass, E-Bass
Jan Erichson // Schlagzeug
Torben Mahns // Violine
Johannes Hörnschemeyer // Tenorsaxophon, Sopransaxophon

Freitag, 16.08.19 I 19.30 Uhr | Klostergarten

SENDECKI & SPIEGEL – Two In The Mirror (D)

Verschmelzung von Virtuosität und Poesie:

Vladyslav Sendecki gilt als einer der kraftvollsten und kreativsten Solopianisten der europäischen Jazzszene, die Süddeutsche Zeitung lobte ihn als „Meister der Emotion, der ergreifende musikalische Virtuosität erschafft.“ Und der New Yorker Village Voice machte ihn zu einem der fünf besten Jazzpianisten der Welt, Al Jarreau pflichtete bei: „Vladyslav Sendecki is highly ranked among the great pianists of the last 100 years, with Herbie, Chick and Duke and Jarrett.“

Jürgen Spiegel seinerseits ist u.a. seit mehr als fünfzehn Jahren treibende rhythmische Kraft und sensibler Klangmaler im weltweit hochgeschätzten Tingvall Trio, das mittlerweile neben Till Brönner als das „Aushängeschild“ deutscher Jazzmusik im internationalen Kontext gilt. AUDIO bescheinigt ihm „eine atemlose Drum-Akrobatik und sowohl sensible wie dynamische Klangtechnik.“

Jetzt sind sich die beiden in Hamburg beheimateten Musiker in einer ungewöhnlichen Piano- / Schlagzeug – Konstellation für ein spannendes Projekt im Studio begegnet: Poesie trifft auf Dynamik, Virtuosität auf feine Zwiesprache, Freiheit auf Austausch von Emotionen.

Eine Klangreise, der man sich nur schwer entziehen kann, und die wie selbstverständlich die Grenzen zwischen Jazz, Klassik und Weltmusik auflöst. Live ist jeder Abend ein Unikat, von dem man nur weiß, dass er berühren wird …

Freitag, 16.08.19 | 21.30 Uhr | Klostergarten

Sebastian Studnitzky & Band (D)

Mit gleichsam virtuosem wie uneitlem Klavierspiel und seinem einzigartigem, fast schon gesungenem Trompetensound gelingt es Studnitzky mit Leichtigkeit, prägnante Grooves und Sounds mit wunderschön klaren und auffallend emotionalen Melodien zu kombinieren. Studnitzky’s Offenheit und Stil übergreifender Background schaffen es, Minimal Techno mit zauberhaft raffinierten Stimmführungen und offene Jazzimprovisationen mit Indie-pop-Harmoniefolgen  in Einklang zu bringen. Rhythmisch, unnahbar und romantisch zugleich.

Verfolgt man Studnitzky’s Schaffen der letzten Jahre, versteht man wie sehr KY organic einer klaren künstlerischen Stringenz folgt dem Suchen nach dem perfekten Verschmelzen und gegenseitigen Befruchten unterschiedlicher Genres. Mit KY organic schafft Studnitzky seinen ganz eigenen Stil und vollbringt dabei den Spagat, zeitgemäß modernistisch zu sein und zugleich Zeitlosigkeit auszustrahlen.

Das Album KY organic hat er gemeinsam mit seinem langjährigen musikalischen Partner Paul Kleber in den RecPublica Ton-Studios in der polnischen Provinz produziert. Die Abgeschiedenheit und der daraus bedingende Fokus – als Gegenpol zu Studnitzky’s internationaler Konzerttätigkeit und dem ständigen Input in seiner Wahlheimat Berlin – waren für diese Produktion maßgeblich.

An der  Hochschule für Musik in Dresden lehrt Studnitzky als Professor seine zeitgenössische und offene Sicht von Jazz. Dort lernte er den Schlagzeuger Tim Sarhan und Gitarrist Laurenz Karsten kennen. Ihre von minimal Techno beeinflusste Spielweise lässt KY-organic so elektronisch klingen.

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Samstag, 17.08.19 | 19.30 Uhr | Zoo Rostock

RYMDEN

Bugge Wesseltoft – Piano, Keyboards
Dan Berglund – Bass
Magnus Öström – Drums

RYMDEN – Die neue Super Band dreier Künstler der europäischen Musikgeschichte. Drei Veteranen des nordischen Jazz, elf akustisch-elektronische Kompositionen, eine brandneue Band: Bugge Wesseltoft, Magnus Öström und Dan Berglund sind Rymden.
Sie setzten neue Maßstäbe im europäischen Jazz: das schwedische Trio e.s.t.
(esbjörn svensson trio), formiert 1993, und die kurz darauf im norwegischen Oslo von Pianist Bugge Wesseltoft gegründete New Conception Of Jazz. Beide Bands verbanden die Sounds und Rhythmen der Club- und Pop-Kultur mit Jazzimprovisationen.

Ein junges Publikum in Berlin, Paris und London entdeckte ein ganz neues Genre für sich, und Alteingesessene merkten bald: authentischer Jazz muss nicht zwangsläufig aus den USA kommen. e.s.t. füllten größte Konzerthallen und waren bis zum tragischen Unfalltod von Pianist Esbjörn Svensson das wohl mächtigste europäische Jazztrio. Wesseltoft prägt mit eigenem Label Jazzland Recordings und stetig wechselnden musikalischen Partnern bis heute eine innovative Sprache des Jazz: zwischen Elektronik, Kammermusik, Folklore und World Beats. Zehn Jahre nach dem Tod von Svensson haben sich die verbleibenden e.s.t.- Mitglieder Magnus Öström (Drums) und Dan Berglund (Bass) nun mit Wesseltoft zu einer skandinavischen Supergroup zusammengeschlossen: Rymden.

Die Musik dieses Trios, dessen Name zu deutsch „Raum“ bedeutet, basiert auf drei Komponenten: treibenden Rhythmen, melancholisch-atmosphärischem Songwriting und virtuos gespieltem Jazz. „Ich wollte schon seit langem ein Piano-Trio gründen, fand aber nie die richtigen Leute dafür“, sagt Wesseltoft. „Dann spielte ich auf dem Album ‚Trialogue‘ zusammen mit Henrik Schwarz und Dan Berglund. Dank Dan musste ich an seine Arbeit mit Magnus und e.s.t. denken – ich habe die Band schon immer für ihre Hingabe und ihre harte Arbeit bewundert.“

Nachdem jeder Kompositionen mit eingebracht hatte und erste Konzerte absolviert worden waren, buchten Rymden Zeit im Studio.

Samstag, 17.08.19 | 21.30 Uhr | Zoo Rostock

WildCard (GB)

Clement Regert: guitar

Gabor Dernyeu: drums

Andrew Noble: Hammond organ

Freddie Gavita: trumpet

Paul Booth: tenor sax

Imaani: guest vocalist

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Sonntag, 18.08.19 | 11.00 Uhr | Kunsthalle Rostock

Nitai Hershkovits – piano;

Er nutzt das Handwerkszeug seiner klassischen Ausbildung ebenso wie Erfahrungen mit der Jazztradition, um eigene kreative Wege zu gehen.

Die sind von imposanter Spieltechnik ebenso geprägt wie von motivischem Ideenreichtum und einer geradezu schwelgerischen Improvisationsfantasie. Dass Nitai Hershkovits sich dabei des einen oder anderen Versatzstücks seiner heimatlichen Musikkultur bedient, sorgt für exotische Pastelltöne im reichen, aber nie überladenen Klangbild seiner Soloauftritte.

Harald Rehmann, Deutschlandfunk

Der Pianist und Komponist Nitai Hershkovits wurde von der BBC als „echtes Wunderkind“ bezeichnet. Er ist ein charismatischer Performer mit einer unglaublich starken Stimme und einer musikalischen Vision.

Sein dynamisches Spiel überschreitet Grenzen und Genres dank einer leichten, eleganten Note

und vermittelt ein ganzes Spektrum tiefer Emotionen und Kontraste. »Er erinnert an einen seidigen alten Piano Swinger wie der verstorbene Hank Jones (The Guardian), der Glückseligkeit und Melancholie mit geschickter Freiheit verbindet. Als Solo-Künstler besteht das Repertoire von Nitai Hershkovits hauptsächlich aus Originalwerken, die für Klavier geschrieben wurden und Raum für Interpretationen bieten.

Als Kind einer marokkanischen Mutter und eines polnischen Vaters, begann Nitai mit zwölf Jahren die   Klarinette, und erst im Alter von fünfzehn Jahren seine Liebe zum Klavier zu entdecken. Zu dieser Zeit, entdeckte er auch erstmals dem Sound von Jazzgiganten wie Wynton Kelly und Sonny Clark.

Im Alter von siebzehn Jahren zog Nitai nach Tel Aviv, um die Schule mit privatem

Musik- und Klavierunterricht unter der Leitung der Jazzpädagogen Amit Golan und Yuval Cohen zu verbinden. Nitai studierte zwei Jahre lang klassische Musik und Theorie bei dem bekannten israelischen Komponisten und Pädagogen Dr. Menahem Weisenberg und den Musikpädagogen Shoshana Cohen und Amir Pedorovits. Nitai erhielt das höchste Stipendium, das der Israel-American Music Foundation (AICF) vier Jahre in Folge zwischen 2004 und 2010.

Im Jahr 2011 trat Nitai der Gruppe von Bassist Avishai Cohen bei (bekannt für seine langjährige Zusammenarbeit mit Chick Corea sowie für seine erfolgreiche Karriere als Bandleader). Im Rahmen von Cohens Trio sowie anderer symphonischer Projekte nahmen sie drei Alben auf.

Im Jahr 2016 zog Nitai nach New York City um und hat seitdem einen vollen Terminkalender, Tourneen und Aufnahmen mit namhaften Künstlern wie: Malmö Symphonie Orchester, Stuttgarter Kammerorchester, Robert Sadin, Theo Bleckmann, Matt Penman, Mark Turner, Marcus Gilmore, Kendrick Scott, Doug Weiss, Joel Frahm, Ben Monder, Jorge Rossi, Gilad Hekselman, Mndsgn (Ringgo) u.v.m. außerdem ist er reguläres Mitglied in den Bands von Oded Tzur und Ari Hoenig.

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